Frankfurter Buchmesse 2014

Das Wochenende ist vorbei uns somit auch die Frankfurter Buchmesse, die ich heuer nach 12 Jahren endlich mal wieder besuchen konnte. Aus verschiedenen Gründen hatte ich nur am Samstag Zeit. Das war aber besser als nichts und der Besuch hat sich sehr gelohnt – obwohl es extrem voll war, ich natürlich nicht alles sehen konnte und am Abend einfach nur platt war.

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Buchmesse-Highlights

IMG_0487Am Vormittag hat Tanja Kinkel am Stand von Droemer-Knaur ihren neuen historischen Roman „Manduchai“ vorgestellt. Ich habe in der Vergangenheit schon ein paar Romane von Tanja Kinkel gelesen und bin immer wieder von ihrer Recherche-Arbeit beeindruckt. „Manduchai“ spielt in Asien im 15. Jahrhundert und erzählt die Geschichte von Manduchai, der letzten Kriegerkönigin der Mongolen. Tanja Kinkel hat hauptsächlich von ihren Recherchearbeiten erzählt, zu der auch eine Reise in die Mongolai gehörte. Ein sehr interessantes Gespräch, das mir auch irgendwie Lust auf das Buch gemacht hat – obwohl asiatische Geschichte nicht so ganz mein Fall ist.

Etwa eine Stunde nach Tanja Kinkel schlug Sebastian Fitzek am Stand von Droemer-Knaur auf. Mir war schon bewusst, dass Fitzek recht große Menschenmengen anziehen wird, trotzdem war ich dann erstaunt, wie viele Menschen sich um den Messestand des Verlags drängten. Da hat es sich ausgezahlt gemacht, dass Fitzek in seinem früheren Leben mal beim Radio gearbeitet hat. Auch ohne ihn zu sehen, mochte man dem Interview folgen: Fitzek hat eine sehr angenehme Stimme und ist einfach unterhaltsam. Er hat einiges über sich und seine Arbeit als Schriftsteller erzählt und dann auch gleich seinen neuen Roman „Passagier 23“ vorgestellt, der Ende Oktober erscheinen wird. Ursprünglich habe ich ja noch mit dem Gedanken gespielt, mir ein Buch von ihm signieren zu lassen. Allerdings ist mir das dann angesichts der langen Schlange vergangen. Mir fehlt dann bei sowas einfach die Geduld und ich will ja so viel von der Messe mitbekommen wie möglich und nicht 2 Stunden bei einem Autor anstehen.

IMG_0501Gespannt war ich sehr auf Martin Walser, der am Nachmittag fürs ZDF auf dem „blauen Sofa“ interviewt wurde. Die Menschentraube war groß und ich bin immer noch ganz glücklich, ihn mal live erlebt zu haben. Walser ist für mich nicht nur ein (klassischer) Dichter, sondern auch Kritiker und Mahner. Einer, von dem man viel mitnimmt. Gleichzeitig ist er auch einfach nur unterhaltsam.

Gastland Finnland: Reise zum Land unter dem Nordlicht

Einen sehr überzeugenden Aufritt hat für mich auch das diesjährige Gastland Finnland hingelegt. Hat man den finnischen Pavillion, der als Eishöle gestaltet war, betreten, fühlte man sich unweigerlich in eine andere Welt versetzt. Alles war etwas ruhiger, gedämpfter, kühler und dunkler. Die Mumins, die natürlich allgegenwärtig waren, haben dem Ganzen dann noch etwas sehr märchenhaftes, traumhaftes verliehen. Mir hat die Pavillon-Gestaltung sehr gut gefallen und auch die Beiträge waren fast durchgehend interessant und haben einen guten Einblick in die Kulturgeschichte des Landes gegeben.

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Aufgefallen ist mir auch, dass diesmal auf der Buchmesse die Self-Publishing-Szene sehr im Vordergrund stand. Auf der Selfpublisher-Plattform hat ja unter anderem der Dienstleister Create Space kräftig die Werbetrommel gerührt und andere Anbieter wiederum haben Professionlisierung in Sachen Lektorat oder Marketing angeboten.

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